Bayern München ohne Tormaschine Lewandowski: Comeback beim BVB?

Veröffentlicht am: 26.02.2020 von

Nils
Robert Lewandowski FC Bayern München verletzt
Fast schon norddeutsch unterkühlt handeln sie im tiefsten Süden die Verletzung ihres Topstürmers ab. Robert Lewandowski wird dem FC Bayern München nämlich voraussichtlich vier Wochen verletzungsbedingt fehlen. Auf der offiziellen Homepage des Vereins lautet die Überschrift nur: Pause für Lewandowski.

München. Die Meldung auf der Internetseite des FC Bayern München war unaufgeregte vier Zeilen lang. In denen ist zu lesen, dass der Stürmer im Match beim FC Chelsea einen Anbruch der Schienbeinkante am linken Kniegelenk erlitten habe. Dass er nun zehn Tage Gips tragen müsse und danach schon das Aufbautraining starte. Keinerlei Gefühlsregung also bei den Münchnern. Was einen Tag zuvor noch völlig anders aussah. Lewandowski ist nicht zu stoppen, Tormaschine, diverse Bestmarken grafisch ansprechend aufbereitet. Auf all das muss der FCB nun jedoch rund einen Monat lang verzichten. Das erste Mal schon am Samstag beim Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim am 24. Spieltag der 1. Bundesliga.

Jäger der Rekorde: Was ist noch zu schaffen?

Es wird also spannend sein zu beobachten, wie die Bayern mit dem Ausfall ihres Topstürmers klarkommen. Schließlich wird Robert Lewandowski in Sinsheim zum ersten Mal in der 1. Bundesliga 2019/20 dann nicht in der Startformation stehen. Bitter ist sein Ausfall aber nicht nur für den Verein, sondern ebenso für den Angreifer selbst. Der jagte bisher nämlich überaus erfolgreich die Rekorde einer weiteren Legende der Münchner. Der Bomber der Nation traf unter anderen 36, 38 und eben 40 Mal in nur einer einzigen Bundesliga-Spielzeit. Mit seinen 25 Treffern in den bisher 23 Partien war der polnische Nationalspieler also auf dem besten Weg, zumindest eine dieser Fabelrekorde zu knacken.

Und wie wichtig er ist, bewies erst der vergangene Freitag. Da eröffnete Bayern München gegen den SC Paderborn nämlich die 23. Runde der Bundesliga. Tabellenführer gegen Schlusslicht – was sollte da schon schiefgehen? Um ein Haar wäre es in diese Hose gegangen. Denn die Ostwestfalen legten einen mutigen Auftritt hin, erkämpften sich ein 2:2. Bis eben dann doch Robert Lewandowski den FC Bayern erlöste und die drei wichtigen Punkte im Titelkampf sicherstellte. Ungünstig ist sein Ausfall, weil in dieser Phase auch das Viertelfinale im DFB-Pokal ansteht. Wollen die Münchner wieder nach Berlin, müssen sie das Match auf Schalke gewinnen.

Rückspiel gegen Chelsea auch ohne Lewandowski kein Problem

Weniger kompliziert dürfte es hingegen in der Champions League sein. Denn der 3:0-Sieg beim FC Chelsea, als Lewandowski selbst das dritte Tor erzielte und die anderen beiden für Serge Gnabry aufgelegt hatte, ist die halbe Miete. Das wird sich Bayern auch ohne seinen Topstürmer nicht mehr nehmen lassen vor heimischem Publikum. Und sollte die Ausfallzeit dann tatsächlich lediglich vier Wochen betragen, dann gibt es noch eine positive Nachricht zum Abschluss: Am 4. April spielt der FC Bayern München im Gipfeltreffen bei Borussia Dortmund vor. Bis dahin sollte Robert Lewandowski also wirklich wieder fit sein.