Erling Haaland bleibt auch nach 5:0 Borussia Dortmunds Wunderstürmer

Veröffentlicht am: 02.02.2020 von

Nils
Erling Haaland BVB Borussia Dortmund
Dass Borussia Dortmund nicht gewillt ist, sich unter Wert zu schlagen, das haben die Westfalen seit Beginn der Rückrunde eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Und zwar in allen Belangen. Mit dem BVB in dieser Verfassung wird im Rennen um die deutsche Meisterschaft zu rechnen sein – auch dank der Rekordjäger.

Dortmund. Erst ein 5:3 beim FC Augsburg zum Auftakt der Rückrunde in der Fußball-Bundesliga. Dann ein 5:1-Erfolg am 19. Spieltag gegen den 1. FC Köln. Und schließlich noch das 5:0 in einem weiteren Heimspiel gegen einen weiteren Aufsteiger, den 1. FC Union Berlin. Es läuft wie geschmiert bei Borussia Dortmund. Was gleichfalls für ihren spektakulären Neuzugang gilt. Das norwegische Wunderkind trifft wie es will. Skeptiker, die einst behaupteten, Salzburg und die österreichische Liga sei eben nicht Dortmund und die Bundesliga, sind längst verstummt. Denn für Erling Haaling, den neuen Heiland im Signal Iduna Park, gelten offenbar andere Gesetze.

Erling Haalands Top-Quoten nach erst drei Partien

Sein bisheriger Arbeitsnachweis liest sich phänomenal. In Augsburg kam er nach 56 Minuten, und benötigte nur die restlichen 34, um gleich drei Mal jubelnd abzudrehen. Einstand geglückt, nein, weit übertroffen. Im Heimspiel gegen den 1. FC Köln brachte ihn Trainer Lucien Favre erst nach 65 Minuten. 25 Minuten also, in denen Haaland dann auch bei seinem Debüt vor der Gelben Wand doppelt zuschlug. Und am letzten Samstag hatte Favre dann ein Einsehen, brachte seine norwegische Wunderwaffe schon von Anpfiff an.

Auch gegen den 1. FC Union Berlin netzte Erling Haaland doppelt. Macht also summa summarum sieben Treffer in ziemlich exakt 150 Minuten, also in nicht einmal zwei kompletten Fußballspielen. Wow! Einfach nur wow! Der Stürmer aus dem hohen Norden lässt also die Rekorde reihenweise purzeln, wenn das denn so weitergeht. Jetzt schon ist Erling Haaland der erste Spieler in der Geschichte der Fußball-Bundesliga, dem fünf Tore in den ersten beiden Partien gelang. Und dieser Wunderknabe ist sowieso der erste Akteur in der Historie des deutschen Fußball-Oberhauses, der sieben Treffer in seinen ersten drei Matches bejubelt. Vor ihm schafften es zudem erst sechs andere Spieler, bei ihrem Debüt direkt mal einen Dreierpack zu schnüren.

„Nur sieben“ Tore als Zwischenbilanz

Haaland ist außerdem der zweitjüngste Kicker in der 1. Bundesliga, dem drei Tore in einem Match glückten. Diesen Rekord hält nach wie vor Walter Bechthold, dem dies 18-jährige 1965 für Eintracht Frankfurt gelang. Trotz des ganzen Trubels, wirkt der eiskalte Knipser mit dem Babyface vor den Mikrofonen fast schon schüchtern. Aber irgendwie dann doch mit dem Gen ausgestattet, das Mittelstürmer dringend brauchen: Selbstbewusstsein. Denn die Frage, wie überrascht er selbst von diesem Einstand sei, nahm Erling Haaland grinsend zur Kenntnis, als habe er nur darauf gewartet: „Ich bin nicht überrascht. Es waren doch nur sieben.“