Nullnummer in München zwischen den Bayern und Verfolger RB Leipzig

Veröffentlicht am: 10.02.2020 von

Nils
Bayern München - RB Leipzig 2019/20 0:0
Drei Mal schon war RB Leipzig in der Geschichte der Fußball-Bundesliga in München angetreten. Drei Mal verloren die Roten Bullen. Mehr noch: Sie erzielten in diesen 270 Minuten noch nicht einmal einen eigenen Treffer. Und auch im vierten Match in München blieben die Sachsen torlos.

München. Soweit die schlechte Nachricht. Die gute: RB erkämpfte sich zumindest beim 0:0 einen Punkt. Es bleibt also spannend an der Spitze der Bundesliga-Tabelle. Die Bayern eilen den Bullen nicht auf vier Punkte davon. Der deutsche Rekordmeister kommt jetzt auf 43 Punkte, Leipzig auf 42. Die kann übrigens Borussia Mönchengladbach mit einem Sieg gegen den 1. FC Köln auch noch erreichen. Die Partie am Sonntag Nachmittag wurde – im Gegensatz zum Abendspiel an der Isar – wegen des Sturmtiefs Sabine schon am Morgen abgesagt. Borussia Dortmund lauert mit 39 Punkten ebenso noch hinter den Top-Teams. Bayer Leverkusen hält mit 37 Zählern zumindest den Anschluss.

Sabitzer und der doppelte Werner: Drei Hochkaräter

Alle hatten sich auf einen grandiosen Abschluss des 21. Spieltags gefreut. Doch beim Gipfeltreffen zwischen Bayern München und RB Leipzig blieb Vieles dann leider nur Stückwert. Hatten sich Leverkusen und der BVB beim 4:3 am Vorabend noch ein rassiges und temporeiches Topspiel geliefert, wurde das Duell zwischen Bayern und Bullen diesem Prädikat über weite Strecken nicht gerecht. Um es in wenigen Sätzen zusammenzufassen: Der deutsche Rekordmeister verwaltete die Partie und hatte sie auch meistens im Griff. Die besseren Torchancen allerdings besaß Leipzig. Der Schuss hätte demnach für den FCB auch buchstäblich nach hinten losgehen können.

Beispielsweise direkt nach der Pause, als erst wenige Sekunden verstrichen waren. Da erreichte der Ball über Umwege RB-Kapitän Marcel Sabitzer. Und der jagte das Leder fast exakt vom Elfmeterpunkt knapp über den Kasten von Manuel Neuer (46.). Kurz danach eilte Neuer aus seinem Tor, kam zu spät, wurde von Timo Werner überlaufen. Doch der deutsche Nationalstürmer traf nicht, weil David Alaba sich noch in den Schuss warf (49.). In der 64. Minute schließlich bekam Werner nach einem schnellen Leipziger Konter seine zweite Möglichkeit. Nkunku brachte das Leder in die Mitte, Timo Werner stand völlig frei, zielte aber zu genau. Der Ball ging neben das Tor. Da wäre Manuel Neuer definitiv chancenlos geblieben.

Leon Goretzka prüft noch ein Mal Gulacsi

Und die Bayern? Die hätten um ein Haar ein fast sicheres 1:0 zugesprochen bekommen. Robert Lewandowski hatte nämlich schon in Sachen Elfmeter Stellung bezogen. Upamecano hatte den polnischen Angreifer zuvor von den Beinen geholt. Doch die Szene wurde noch einmal überprüft. Und heraus kam: Lewandowski hatte kurz vor dem unstrittigen Foul im Abseits gestanden. Also wurde auch der Strafstoß zurückgenommen (54.). Ein Mal noch prüfte Leon Goretzka RB-Keeper Gulacsi (80.), danach war Feierabend. Leipzig dürfte trotz des verpassten Sieges mit dem Remis zufrieden sein. Die Meisterschaft bleibt spannend.