RB Leipzig rettet gegen Gladbach das Remis und verliert Platz eins

Veröffentlicht am: 02.02.2020 von

Nils
RB Leipzig - Borussia Mönchengladbach
Wie heißt es doch so schön? Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte. Und genau das ist am 20. Spieltag der 1. Bundesliga eingetreten. Denn der FC Bayern München profitierte von einem Remis der Bullen und liegt vor der kommenden Spitzenpartie an der Isar wieder vorne.

Leipzig. In einem furiosen und am Ende überaus hektischen Topspiel am Samstagabend trennten sich RB Leipzig und Borussia Mönchengladbach 2:2 (0:2) unentschieden. In der Red Bull Arena schafften die Hausherren den Ausgleich erst kurz vor dem Abpfiff. Im ersten Moment war der Jubel darüber natürlich groß. Immerhin wurde so der 0:2-Rückstand zur Pause noch egalisiert, wurde eine Niederlage verhindert. Allerdings wurde nach dem 2:2 Rasenballsport auch vom Gejagten zum Jäger. Nun liegt nämlich der Titelverteidiger und deutsche Rekordmeister wieder mit einem Punkt Vorsprung vorne. Passend zum kommenden Spitzenspiel zwischen München und Leipzig am 21. Spieltag.

Fohlen wie entfesselt in Hälfte eins

Vielleicht etwas überraschend gehörte die erste Hälfte in der Red Bull Arena den Gästen von Borussia Mönchengladbach, die von Coach Marco Rose taktisch perfekt eingestellt worden waren. Überraschend deshalb, weil die Fohlen auswärts nicht selten schwächere Leistungen abgeliefert hatten. Und natürlich ebenso, weil Gladbach noch keine der bisherigen sieben Partien gegen die Bullen gewinnen konnte. In der Messestadt sah das am Samstagabend allerdings dieses Mal ganz anders aus. Borussia war gefährlich, die Elf vom Niederrhein war immer präsent. Dass Alassane Plea in der 24. Minute nach schöner Vorarbeit von Oscar Wendt das 1:0 erzielte, war folgerichtig. Und Mönchengladbach blieb am Drücker.

Dem 2:0 von Jonas Hofmann war ein katastrophaler Fehlpass von RB-Verteidiger Lukas Klostermann vorausgegangen (35.). Um ein Haar wäre Plea sogar noch das 3:0 geglückt, aber Upamecano war in letzter Sekunde zur Stelle. Deutlich aggressiver startete der bisherige Spitzenreiter dann in den zweiten Abschnitt. Schnell schaffte Leipzig das 1:2, als Gästekeeper Yann Sommer die Kugel wieder fallen ließ, so dass Schick wenig Mühe hatte, den Anschlusstreffer herzustellen. Die Schlüsselszene schlechthin fand nach ziemlich exakt einer Stunde. Da nämlich sah Plea von Referee Tobias Stieler Gelb. Der hatte eine unsportliche Geste des Gladbachers geahndet.

Plea fliegt, RB stürmt, Nkunku nimmt Maß

Plea reklamierte weiter – und bekam Gelb-Rot. Zu hart, zu wenig Fingerspitzengefühl: Das war die Meinung der meisten Beteiligten, auch von Leipziger Seite. Mit dem Platzverweis jedenfalls kippte das Match komplett. Fortan stürmte RB, drängte die Borussia in die eigene Hälfte. Mönchengladbach blieb in der letzten halben Stunde kaum noch Luft zum Atmen. Jetzt spielten die Ostdeutschen endlich wie ein Tabellenführer, wie ein Titelkandidat. Aber lange fand das Team von Trainer Julian Nagelsmann auch kein Durchkommen gegen tapfer verteidigende Fohlen. In einem immer intensiveren Topspiel am Samstagabend nahm Christopher Nkunku dann Maß – und vollstreckte gekonnt und sehenswert zum 2:2-Ausgleich.